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Streuobstpakt Main-Kinzig: Zukunft für die Streuobstwiesen

Streuobstwiesen prägen unsere Kulturlandschaft und bieten wertvolle Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Um eine nachhaltige Bewirtschaftung zu sichern, brauchen diese ganz besonderen Wiesen regelmäßige Pflege, etwa durch extensive Beweidung oder Mahd. Außerdem müssen die Obstbäume regelmäßig fachgerecht geschnitten werden. 
Die Wiesen wurden ursprünglich angelegt, um Obst zu ernten und als Tafelobst, Saft, oder Apfelwein zu verarbeiten.  Die Nutzung der Streuobstweisen soll durch eine verbesserte Vermarktung der Produkte, durch den Aufbau neuer Vertriebswege und die Entwicklung einer Regionalmarke attraktiver gestaltet werden. Das bietet den privaten Eigentümern und landwirtschaftlichen Betriebe bessere Perspektiven, die Wiesen weiter zu nachhaltig zu nutzen und als prägenden Teil unserer Kulturlandschaft zu erhalten. Zur touristischen Vermarktung der Streuobstwiesen soll die Apfelwein- und Obstwiesenroute durch touristische Angebote neu belebt werden und zukünftig auch digital abrufbar sein neu aufgestellt.
 
Das Projekt verfolgt mehrere Ziele
Es vernetzt Streuobstwiesenbesitzer, Schäfereibetriebe und Verarbeitungsbetriebe, um den Austausch zu fördern. Zudem sollen Vertriebsstrukturen für Streuobstprodukte entstehen, die Vermarktung gestärkt und touristische Angebote rund um das Thema Streuobst entwickelt werden. Geplante Maßnahmen umfassen Vernetzungstreffen und Workshops, den Aufbau kurzer Lieferketten durch Kooperationen mit Produzenten, Verarbeitern und Händlern sowie die Entwicklung neuer Produkte wie Schafwollpellets oder Kräuterheu. Eine Regionalmarke für Streuobstprodukte soll etabliert und beworben werden. Ergänzend ist ein touristisches Angebot entlang ausgewählter Strecken der hessischen Apfelwein- und Obstwiesenroute im Main-Kinzig-Kreis geplant. 
 
Projektpartner sind der Landschaftspflegeverband Main-Kinzig-Kreis e.V., der Landschaftspflegeverband Kreis Offenbach e.V., die Hessische Apfelwein- und Obstwiesenroute Main-Kinzig-Kreis e.V. sowie der landwirtschaftliche Betrieb Marcus Nürnberger. Das Projekt läuft vom 1. August 2026 bis zum 30. Juni 2029. 
 

Gefördert wird das Projekt aus Mitteln des Landes Hessen aus der Richtlinien zur Förderung von Innovation und Zusammenarbeit in der Landwirtschaft und in ländlichen Gebieten  sowie der Digitalisierung in der Landwirtschaft (RL – IZ)
 

Team Streuobstpakt_kleiner_rgb

Von links: Astrid Fugger, Projektmitarbeiterin Hessische Apfelwein- und Obstwiesenroute (LPV MKK), Marion Buley, Geschäftsführerin (LPV Kreis Offenbach), Matthias Metzger, Geschäftsführer (LPV MKK,) Julia Massoud, Projektmitarbeiterin Streuobstvermarktung (LPV Kreis Offenbach), Stephanie Krause, Projektmitarbeiterin Vermarktung Kräuterheuprodukte und Maren Nowak Projektmitarbeiterin Vermarktung Schafwollprodukte, (beide LPV MKK).

Logoleiste für web
Foto weiß für web

VERMARKTUNG VON ERNTEERTRÄGEN DER STREUOBSTWIESEN
• Direktvermarktung (Tafelobst): Verkauf von handverlesenem, hochwertigem Obst alter und seltener Sorten direkt ab Hof, auf Wochenmärkten oder im regionalen Einzelhandel. 
• Verarbeitung zu Saft und Most: Der Großteil des Streuobstes wird zu regionalem Apfelsaft, Apfelwein oder Most verarbeitet. 
• Veredelte Produkte: Herstellung von Seccos, Bränden, Fruchtaufstrichen, Obstchips oder Dörrobst zur Steigerung der Wertschöpfung.
 
Verantwortlicher Projektpartner: LPV Kreis Offenbach e.V.
Ansprechpartnerin: Julia Mossoud
E-Mail:

mobil: 1523 9551172

 

 

100 Prozent Streuobst

VERMARKTUNG VON PRODUKTEN AUS SCHAFWOLLE
Eine besonders naturnahe und effektive Möglichkeit zur Pflege der Streuobstwiesen ist die Beweidung durch Schafe. Die dabei anfallende Schafwolle bleibt derzeit allerdings weitgehend ungenutzt und muss kostenpflichtig entsorgt werden. Ziel ist es daher, neue Verwendungsmöglichkeiten für die wertvolle Naturfaser zu entwickeln und umzusetzen. Denkbar sind unter anderem der Einsatz von Schafwolle als hocheffektiver ökologischer Dünger, die Herstellung von Outdoor-Bekleidung aus Merinowolle sowie weitere Anwendungen im Haus- und Landschaftsbau.
 
Verantwortlicher Projektpartner: LPV Main-Kinzig-Kreis e.V.
Ansprechpartnerin: Maren Nowak
E-Mail:
maren.nowak@lpv-mkk.de 

Tel. 06059 9069602 

mobil: 0177 3449607

 

 

Schafwolle unverarbeitet

VERMARKTUNG VON KRÄUTERHEUPRODUKTEN
Das sogenannte Kräuterheu stammt von extensiv bewirtschafteten Wiesen und besteht neben verschiedenen Gräsern aus einer Vielzahl wertvoller Kräuter, darunter Johanniskraut, Wiesen-Salbei, Storchschnabel, Frauenmantel. Durch seinen natürlichen Reichtum an Vitaminen, Mineralstoffen, Ballaststoffen und ätherischen Ölen ist Kräuterheu ein besonders hochwertiges Futtermittel. Es eignet sich sowohl als Zusatzfutter für Kleintiere als auch für Großtiere wie Pferde und Rinder.
 
Verantwortlicher Projektpartner: LPV Main-Kinzig-Kreis e.V.
Ansprechpartnerin: Stephanie Krause
E-Mail:  

mobil: 0176 45538731

 

 

Kräuterheu Mahd

AUSBAU DER HESSISCHEN APFELWEIN- UND OBSTWIESENROUTE MAIN-KINZIG
Die Hessische Apfelwein- und Obstwiesenroute umfasst ein Rad- und Wanderwegenetz von rund 1.000 Kilometern in Hessen. Sie gliedert sich in sechs Regionalschleifen, darunter auch im Main-Kinzig-Kreis. Dort werden die bisherigen neun Routen überarbeitet, als digitale Radstrecken in verschiedenen Längen aufbereitet und durch neue touristische Angebote ergänzt. Diese entstehen in Zusammenarbeit mit dem Naturpark Hessischer Spessart und der Spessart Tourismus GmbH. 
Die abwechslungsreichen Touren führen durch idyllische Streuobstwiesen, vorbei an Apfelweinlokalen und obstverarbeitenden Betrieben. Sie machen die Vielfalt und Besonderheit der regionalen Streuobstkultur erlebbar. Ziel ist es, regionale Wirtschaftskreisläufe zu stärken und heimische Streuobsterzeugnisse besser zu vermarkten. Die Routen sollen den Wert der Streuobstwiesen sichtbar machen, Besucher für diese Kulturlandschaft begeistern und so langfristig ihren Erhalt sichern. 
 
Verantwortlicher Projektpartner: Hessische Apfelwein und Obstwiesenroute, Regionalschleife Main-Kinzig e.V.
Ansprechpartnerin: Astrid Fugger
E-Mail:

mobil: 0176 45923512

 

 

Apfelwein- und Obstwiesenroute