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Streuobstpakt Main-Kinzig - Neues Projekt für die Zukunft der Streuobstwiesen gestartet

Streuobstwiesen prägen unsere Kulturlandschaft und bieten wertvolle Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Um eine nachhaltige Bewirtschaftung zu sichern, brauchen diese ganz besonderen Wiesen regelmäßige Pflege, etwa durch extensive Beweidung oder Mahd. Außerdem müssen die Obstbäume regelmäßig fachgerecht geschnitten werden. 

 

Um eine wirtschaftliche und nachhaltige Nutzung der Streuobstwiesen in der Region Main-Kinzig zu erreichen, haben die Landschaftspflegeverbände Main-Kinzig-Kreis und Kreis Offenbach gemeinsam mit der Hessischen Apfelwein- und Obstwiesenroute Main-Kinzig sowie dem landwirtschaftlichen Betrieb Marcus Nürnberger ein Projekt zur Vermarktung von Streuobstprodukten gestartet. 

 

Das Projekt verfolgt mehrere Ziele: Einerseits werden Streuobstwiesenbesitzer und -besitzerinnen, Schäfereien und Verarbeitungsbetriebe vernetzt, um den Austausch und die Kooperation zu fördern. Es werden Vertriebsstrukturen für Streuobstprodukte aufgebaut und die touristischen Angebote rund um das Thema Streuobst entwickelt. 

 

„Die Wiesen wurden ursprünglich angelegt, um Obst zu ernten und zu Tafelobst, Saft oder Apfelwein zu verarbeiten. Die Nutzung der Streuobstwiesen soll durch eine verbesserte Vermarktung der Produkte, durch den Aufbau neuer Vertriebswege und die Entwicklung einer Regionalmarke attraktiver gestaltet werden“, erklärt Matthias Metzger, Geschäftsführer des Landschaftspflegeverbands Main-Kinzig-Kreis e.V. (LPV MKK). Das biete den privaten Eigentümerinnen und Eigentümern sowie landwirtschaftlichen Betrieben bessere Perspektiven, die Wiesen weiter nachhaltig zu nutzen und als prägenden Teil unserer Kulturlandschaft zu erhalten.

 

Zur touristischen Vermarktung der Streuobstwiesen soll die Hessische Apfelwein- und Obstwiesenroute durch abwechslungsreiche Angebote neu belebt werden und alle neun Etappenrouten im Main-Kinzig-Kreis zukünftig auch digital abrufbar sein. 

 

Das Projekt, das von 1. August 2026 bis zum 30. Juni 2029 läuft, wird gefördert aus Mitteln des Landes Hessen aus den Richtlinien zur Förderung von Innovation und Zusammenarbeit in der Landwirtschaft und in ländlichen Gebieten, Digitalisierung in der Landwirtschaft (RL – IZ). 

 

Weitere Informationen

Veröffentlichung

Mi, 30. September 2026

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