Abgeschlossene Projekte
2020 - 2025: "Main.Kinzig.Blüht.Netz"
Um dem Rückgang der Artenvielfalt entgegenzuwirken, wurde mit dem Projekt „Main-Kinzig blüht“ eine größere Vielfalt an heimischen Pflanzen und wildlebenden Insekten auf öffentlichen und privaten Grünflächen erwirkt.
Im gesamten Kreisgebiet noch mehr Biodiversität zu schaffen, ist das Ziel des neuen Projektes „Main.Kinzig.Blüht.Netz“. Es startete im Juli 2020 und lief bis Dezember 2025 als Teil des Bundesprogramms „Biologische Vielfalt“. Die erforderlichen Maßnahmen wurden aus Mitteln des Bundesumweltministeriums gefördert.
Nicht nur im innerörtlichen Bereich, sondern auch in der Umgebung der Städte und Gemeinden wurden Blühflächen durch gezielte Neuansaat heimischer standortgerechter Pflanzen miteinander vernetzt. Um neuen Lebensraum für Insekten zu schaffen, wurden mehr als 500 Flächen umgestaltet. Alle 28 Kommunen des Landkreises haben sich bereiterklärt mitzuhelfen, das Netz an Wildpflanzenflächen auszubauen. Auch Vereine, Verbände und Privatpersonen konnten Teil des Main.Kinzig.Blüht.Netz werden. Insgesamt erhielten 60 Personen die Chance, sich zu Blühbotschafterinnen und Blühbotschaftern ausbilden zu lassen und ein Netz von Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern zu bilden.
Nachfolgeprojekt FöPI
Als Nachfolgeprojekt von Main.Kinzig.Blüht.Netz fand sich eine Gruppe aus Blühbotschafterinnen und Blühbotschafter für Insektenvielfalt und gründete im Juni 2024 den Verein FöPI – „Fördernetzwerk heimischer Pflanzen- und Insektenvielfalt MKK e.V.“. Mit ehrenamtlichem Engagement setzen sich Vorstand und Mitglieder leidenschaftlich für den Schutz heimischer Pflanzen- und Insektenvielfalt ein.

Aus dem Landkreis MKK haben sich 28 Kommunen bereiterklärt mitzuhelfen, das Netz an Wildpflanzenflächen auszubauen.
2017 - 2022: "Bergwinkelgrün"
Der Bergwinkel – zwischen Vogelsberg, Spessart und Rhön gelegen – ist als Mittelgebirgslandschaft geprägt durch landwirtschaftliche Nutzung. In vielen Bereichen durch Beweidung mit Schafen und anderen Weidetieren, bzw. durch Heumahd für die Winterfütterung der Weidetiere. Diese landwirtschaftliche Nutzung brachte eine große Vielfalt verschiedener und schützenswerter Lebensräume mit magerem Grünland und mit seltenen Tier- und Pflanzenarten hervor. Bemerkenswert sind die Magerrasen auf Kalk und Basalt, sowie Borstgrasrasen im sauren Gesteinsbereich.
Durch Veränderungen in der Landschaft ist vielerorts eine Verschlechterung dieses schützenswerten Grünlands sowohl in der Quantität als auch in der Qualität zu beobachten. Ursachen für diese Entwicklung sind oftmals Nutzungsänderungen oder -aufgabe und damit verbunden entweder das Brachfallen und Verbuschen der Flächen oder die Intensivierung der Nutzung auf der anderen Seite.
Um diesen Entwicklungen etwas entgegenzusetzen, hatte der Landschaftspflegeverband 2017 in Kooperation mit dem Amt für Umwelt, Naturschutz und ländlichen Raum des Main-Kinzig-Kreises mit finanzieller Unterstützung des Landes Hessen das Projekt „Bergwinkelgrün“ gestartet, das bis Ende 2022 lief.
Im Rahmen des Projekts Bergwinkelgrün sollten die Rahmenbedingungen, insbesondere für für Schäfereibetriebe, untersucht und möglichst optimiert werden, um die nachhaltige und wirtschaftliche Nutzung und Pflege der wertvollen Grünlandflächen zu gewährleisten. Die langfristige Sicherung dieser Lebensräume kann nur durch eine angepasste Nutzung gewährleistet werden. Dabei sind Schäfereien und andere wichtige Partner des Naturschutzes.
Projektbeschreibung
Zur Verbesserung der Situation der Beweidungsbetriebe wurden im Rahmen des Projektes zunächst betriebswirtschaftliche Analysen durchgeführt, die einerseits die betriebliche Lage und andererseits den aktuellen Zustand der relevanten Flächen aus ökologischer Sicht berücksichtigten. Ziel war die Erstellung eines Konzepts zur Optimierung der Betriebsressourcen und der eingesetzten Fördermittel zur umfassenden Pflege und Entwicklung der schützenswerten Lebensräume. Das zu erstellende Konzept sollte Modellcharakter haben und die naturschutzfachlich angepasste Bewirtschaftung von hochwertigen Agrarumwelt- und Natura-2000 Flächen verbessern und mit den notwendigen betriebswirtschaftlichen Ausrichtungen der Schäfereibetriebe koppeln. So soll eine bessere Nachhaltigkeit bei der Bewirtschaftung der wertvollen Flächen gewährleistet werden.
Ein weiterer Bestandteil des Projekts war die Öffentlichkeitsarbeit mit dem Ziel, auf den ökologischen und kulturellen Wert der Bergwiesen hinzuweisen. Dazu wurden – und werden auch weiterhin – im Rahmen des Projekts jährlich „Wiesenmeisterschaften“ durchgeführt. Hierbei sind Bewirtschaftende von Bergwiesen im Projektgebiet aufgerufen ihre Flächen anzumelden. Diese wurden dann von einer Jury hinsichtlich ihrer Artenzusammensetzung und ihres ökologischen Zustandes untersucht und bewertet. Die drei am besten prämierten Wiesen wurden und werden jeweils im Rahmen einer kleinen Preisverleihung ausgezeichnet.
Aufgrund der großen Nachfrage soll die Wiesenmeisterschaft auch nach Projektabschluss in den nächsten Jahren weitergeführt und auf den gesamten Main-Kinzig-Kreis ausgeweitet werden.

Die langfristige Sicherung dieser schützenswerten Lebensräume kann nur durch eine angepasste Nutzung gewährleistet werden. Dabei sind u.a. Schäfereien wichtige Partner des Naturschutzes.




